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Europa in Frankfurt am Main

„IUBA“ Internationale Unternehmen bilden aus

Mit dem Förderprogramm IUBA verfolgt die Hessische Landesregierung das Ziel, Unternehmen mit Inhabern nicht-deutscher Herkunft für die Ausbildung von Jugendlichen im eigenen Betrieb zu gewinnen und somit die Zahl der Ausbildungsplätze in Hessen zu erhöhen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wirbt IUBA bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihren Eltern für das Thema Ausbildung im dualen System und unterstützt bereits gewonnene Betriebe bei der Ausbildung. Daneben sollen die in vorangegangenen Projekten entwickelten Akquise- und Beratungsstrategien und Unterstützungsformen weiter differenziert werden, um die heterogene Gruppe von Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung gezielt anzusprechen und nachhaltig für das duale Ausbildungssystem zu begeistern. Um diese Aufgabe zu bewältigen, wird ein modulares Konzept von Informations- und Akquisebausteinen entwickelt, das versucht, der Bandbreite von Unternehmen und deren unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden. Dabei werden die strukturellen wirtschaftlichen Gegebenheiten der einzelnen IHK-Bezirke berücksichtigt und regionale Akteure der beruflichen Bildung (z. B. Netzwerke, Migrantenorganisationen, Trägervereine usw.) einbezogen.

Das Projekt startete am 1. Juli 2008 und endet am 31. Dezember 2010. Gefördert wird IUBA durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und aus Mitteln des europäischen Sozialfonds.

Am 24. Juni 2010 wurde das ESF-Projekt „IUBA – Internationale Unternehmen bilden aus“ in der IHK Frankfurt vorgestellt. Das Projekt ist als Kooperationsprojekt angelegt und wird von der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Industrie- und Handelskammern und dem Institut für Berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS GmbH) gemeinsam durchgeführt.
Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftführerin des Bereichs Aus- und Weiterbildung, begrüßte die Gäste. Danach erfolgte eine Exkursion zu einem Unternehmen in der Schillerstraße in Frankfurt am Main: „MAVI-Jeans“ gilt als eines der besten Beispiele für den Erfolg dieses Projekts. 1992 in der Türkei gegründet ist das Unternehmen nun auch europaweit präsent und bildet derzeit in vier verschiedenen Berufen aus. Beeindruckend an dem Unternehmen ist die Tatsache, dass nicht nur das Unternehmen türkisch ist, sondern auch in der Türkei produziert wird. Mitarbeiter dieser Filiale berichten von den Erfolgen der Ausbildung bei „MAVI-Jeans“. Zu diesen Erfolgen zählt in erster Linie, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren alle fertig ausgebildeten Azubis übernommen hat. Das Projekt „IUBA“ unterstützt genau diesen Ansatz und beugt auf diese Weise erfolgreich dem Fachkräftemangel vor. Gleichzeitig reagiert es auf die multikulturelle Gesellschaft der Stadt Frankfurt.
Nach der Rückkehr in die IHK diskutierten die Gäste mit Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Brigitte Scheuerle, der IHK Frankfurt am Main, Dr. Claudia Krah-Heller vom Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, und Dr. Andreas H. Apelt, Direktor der Europäischen Informationszentrums Berlin. Dem Publikum wurde ein Einblick in die Förderpolitik der Europäischen Union geboten. Zudem konnte es erfahren, wie viel Ausbildungspotenzial in ausländischen Unternehmen steckt.

Publikation (S. 20-21): "Europa vor Ort"

Projektträger: Hessische Industrie- und Handelskammern; Institut für Berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS GmbH)

Informationen unter:
INBAS GmbH
Constanze Brucker
Herrnstraße 53
63065 Offenbach am Main
Tel. +49 (0)69 27224-58
Fax +49 (0)69 27224-30
E-Mail: brucker@inbas.com
www.iuba.de