Europa in Hamburg
WINTECC – Wind als Energiequelle
Die Schifffahrt nimmt eine Schlüsselrolle beim Verbrauch von Energiereserven und bei der gleichzeitigen Emission klimaschädlicher Gase ein. Wie können wir diese Emissionen reduzieren? Wind ist günstiger als Öl und die kostengünstigste Energiequelle auf offener See. Trotz dieses attraktiven Einsparpotenzials, wird die Windenergie derzeit in der Frachtschifffahrt nicht genutzt. Mit Hilfe des SkySails-Zugdrachensystems, einem innovativen Windantriebssystem, können die Treibstoffkosten jährlich zwischen 10 – 35 % reduziert werden, abhängig vom Schiffstyp und den tatsächlichen Windverhältnissen. Bei optimalen Windbedingungen kann der Treibstoffverbrauch zeitweise um bis zu 50 % gesenkt werden.
Am 24. September 2010 wurde in Zusammenarbeit mit dem Europe Direct Hamburg und der Handelskammer Hamburg das LIFE-Projekt „WINTECC“ durch die SkySails GmbH & Co. vorgestellt. Die Handelskammer Hamburg stellte für die Projektpräsentation eine Räumlichkeit in ihrem Haus kostenfrei zur Verfügung. Nachdem Corinna Nienstedt, Geschäftsführerin der Geschäftsbereichs International in der Handelskammer Hamburg, die Gäste begrüßte, präsentierte Stephan Wrage, Geschäftsführer der SkySails GmbH & Co. KG, das Projekt. Die positiven Auswirkungen des Projektes auf unsere Umwelt sind offenkundig: Die neue Technologie kann, einer UNO (IMO-)Studie zufolge, 100 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, das sind 11 % der Emissionen von Deutschland. Damit wird deutlich, dass die EU vorbildlich in Projekte investiert, die versuchen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Nach der Präsentation des „WINTECC“-Projektes diskutierten: Günter Frank, MdHB SPD/Fachsprecher für Europa, Andreas Waldowsky, MdHB GAL-Fraktion/Fachsprecher für Europa, Andreas Richter, Behörde für Wirtschaft und Arbeit Hamburg, und Stephan Wrage, Geschäftsführer der SkySails GmbH & Co. KG. Moderator war Jan Rössel vom Europäischen Informationszentrum Berlin. Es wurde auf die Nachhaltigkeit und den Mehrwert von Projekten wie WINTECC hingewiesen, die ohne EU-Unterstützung nicht zustande kommen könnten, auch wenn wünschenswert wäre, das EU-Antragsverfahren zu vereinfachen, dann hätten auch kleinere mittelständische Unternehmen Chancen und es käme noch mehr Innovation zutage.
Publikation (S. 32-33): "Europa vor Ort"
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