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Europa in Karlsruhe

Lebendige Rheinauen – Was tut die EU für die biologische Vielfalt?

 

Das Projekt „Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe“ wird mit Mitteln aus dem EU-Programm LIFE unterstützt. LIFE ist ein Finanzierungsinstrument zur Förderung von europaweit gefährdeten Arten und Lebensräumen. Damit unterstützt die EU unter anderem die Schaffung und Erhaltung des Netzwerkes Natura 2000 zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Ziel des Projektes „Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe“ ist es, bedeutende Lebensraumtypen und Lebensstätten von wildlebenden Arten zu erhalten und wiederherzustellen. Das Projektgebiet umfasst das ursprüngliche Überflutungsgebiet des Rheins (Rheinauen) in Bereichen des Stadt- und Landkreises Karlsruhe auf einer Fläche von ca. 7.665 ha.
Die EU unterstützt das derzeit bundesweit größte LIFE-Natur-Projekt von 2004 bis 2010 mit 3,5 Millionen Euro. Das Projekt begleiten Maßnahmen wie: die Schlutenrevitalisierung am Ölhafen, die Umgestaltung der Albmündung, die Anbindung von Rheinseitengewässern der Überflutungs- und Altaue an den Rheinstrom, die Gewässerentwicklung im „Jagdgrund“, die Förderung von Silberweiden-Auenwald (Weichholzaue) und die Förderung von Eichen-Ulmen-Auenwald (Hartholzaue) sowie klassische Artenschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen zur Förderung von europaweit bedeutenden Lebensraumtypen und Arten.
Das Projekt wird vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat Naturschutz und Landschaftspflege, geleitet.

Am 19. Mai 2010 stellte Peter Zimmermann, Projektleiter im Referat Naturschutz und Landschaftspflege, das Projekt „Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe“ Gerlinde-Hämmerle-Saal im Regierungspräsidium Karlsruhe vor. Nach der fünfzehnminütigen PowerPoint-Präsentation erfolgte die Exkursion zu den Auen am Eggensteiner Altrhein. Der Exkursionsleiter, Dr.-Ing. Klaus Kern, LIFE Projektmanager, präsentierte das Finanzierungsinstrument der EU „LIFE“, mit dem u. a. das europaweite Netzwerk „Natura 2000“ zum Erhalt der biologischen Vielfalt unterstützt wird. Das Projektgebiet „Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe“ ist Teil des „Natura 2000-Netzwerks“. Im Projekt werden gefährdete Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume gefördert.
Nach der Exkursion fand eine Podiumsdiskussion mit Margareta Barth, Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Uwe Hempelmann, Leiter des Referats „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Europa“ im Regierungspräsidium Karlsruhe, Klaus Stapf, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe (Bündnis 90/Die Grünen), Peter Zimmermann und Dr.-Ing. Klaus Kern, statt.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen über die Entstehung, Entwicklung und Realisierung des Projektes.

Publikation (S. 12-13): "Europa vor Ort"

Projektträger: Regierungspräsidium Karlsruhe

Informationen unter:
Peter Zimmermann
Regierungspräsidium Karlsruhe
Ref. 56 (Naturschutz und Landschaftspflege)
76247 Karlsruhe
Tel. +49 (0) 721 926 4376
Fax +49 (0) 721 926 40252
E-Mail: peter.zimmermann@rpk.bwl.de
www.rp.baden-wuerttemberg.de
www.lebendige-rheinauen.de