Im Rahmen einer transnationalen Zusammenarbeit zwischen 21 Partnern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg und den Niederlanden werden regionenbezogene Waldbewirtschaftungs- und Waldschutzstrategien für die künftig zu erwartenden klimatischen Bedingungen entwickelt. Damit will das Projekt einen wichtigen Beitrag zur ökonomischen und ökologischen Stabilität der Wälder in Nordwesteuropa leisten.
In ForeStClim werden die Auswirkungen der regionalen Klimaänderungen auf die Dynamik der sich verändernden Standorte und die Waldbewirtschaftung aufgezeigt. Unter Berücksichtigung neu auftretender Risiken und der Erhaltung der vielfältigen Schutz- und Erholungsfunktionen der Wälder erarbeiten Experten künftige Waldbewirtschaftungsstrategien. Diese in ForeStClim entwickelten transnationalen Waldbewirtschaftungs-, Waldschutz- und Anpassungsstrategien sollen die ökonomische Stabilität der Wälder in Nordwesteuropa, eine nachhaltige Holzproduktion, einen wirksamen Schutz der Waldökosysteme und die Erhaltung der Schutz und Erholungsfunktionen der Wälder sichern.
ForeStClim ist ein INTERREG IVB-Projekt in Nordwesteuropa mit einem Finanzvolumen von 11,6 Mio. Euro. Davon werden 5,7 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt. Die Gesamtlaufzeit des Projektes beträgt fünf Jahre; vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2012.
Am 27. Mai 2010 stellte der Projektleiter von „ForeStClim“, Prof. Dr. Gebhard Schüler von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz, das Projekt am Exkursionsort, der Versuchsfläche „Merzalben“ im Pfälzer Wald, vor. An der Exkursion und der anschließenden Podiumsdiskussion im Trippstadter Schloss nahmen EU-Abgeordneter Jürgen Creutzmann (ALDE/FDP), Kurt Lechner, Mitglied des Europäischen Parlaments (EVP/CDU), Dr. Jens Jacob vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, Manfred Stahl, Bürgermeister von Trippstadt, teil.
Mit dem ForeStClim-Untersuchungsprogramm im Pfälzerwald wollen Wissenschaftler herausfinden, wie sich die Bäume am ehesten an die Bedingungen des Klimawandels anpassen können. Dafür erforschen sie die Lebensgrundlagen und Konkurrenzbedingungen der Bäume. Ein Projekt „ForeStClim“ ist nur durch die Unterstützung durch die EU ermöglicht worden.
Dank der transnationalen Kooperation von Partnern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Luxemburg werden im Projektteam Informationen und Daten ausgetauscht, die es für die Entwicklung abgestimmter, aber regional differenzierter Managementstrategien dringend benötigt.
Schwerpunkt der Publikums- und Podiumsdiskussion waren u. a. Fragen zu Entwicklung, Zusammenarbeit, Finanzierung und Kofinanzierung eines transnationalen Projektes.
Publikation (S. 14-15): "Europa vor Ort"
Projektträger: Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz
Informationen unter:
Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz
Prof. Dr. Gebhard Schüler
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67705 Trippstadt
Germany
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